Chirurg markiert eine Brust mit einem Stift zu Behandlung von Brustasymmetrie oder Brustfehlbildung in Hannover

Brustasymmetrie und Fehlbildung

Fehlbildungen der Brust sind vielfältig und oft angeboren, manifestieren sich aber meist erst im Laufe der Pubertät. Neben den ästhetischen Aspekten kann es im Folgenden auch zu Fehlhaltungen im muskuloskelettären System kommen. Die psychosoziale Belastung der heranreifenden und der entwickelten Frauen ist hoch und die Partnerfindung dabei oft deutlich erschwert. Bei einseitiger Fehlbildung kann sich während der Wachstumsphase die Brustasymmetrie ggf. ausgleichen. Wenn dies nicht geschieht, ist gegen Ende der Wachstumsphase eine korrigierende Maßnahme durch einen operativen Eingriff möglich.

 

Entwicklungsstörungen und Fehlbildungen der Brust:

  • Aplastie (Nichtausbildung)
  • Amastie/Athelie
  • Polymastie/Polythelie
  • Mammahypoplasie
  • Makromastie
  • Juvenile Striae
  • Tubuläre Brust
  • Mammaasymmetrie (unterschiedliche Brustgrößen)
  • Trichterbrust
  • Poland-Syndrom (Fehlen des Brustmuskels und Fehlbildung der Brustdrüse)
  • Hohlwarze (Koilomastie)
  • Mamillenhyperplasie
  • Hyperplasie der Montgomery-Drüsen

 

Die Art des zu wählenden Eingriffs hängt dabei stark von der jeweils individuell auftretenden Fehlbildung ab. Manchmal reicht eine einfache Korrektur der Brustwarze und des Hautmantels, in anderen Fällen kann eine Reduktion oder Umformung des Drüsenkörpers oder eine Rekonstruktion mit Eigengewebe und/oder Implantaten Abhilfe schaffen. Brustfehlbildungen haben unterschiedliche Ausprägungen und sind vielfältig und in ihrem Auftreten allgemein unterschätzt. Zum einen können die Brustdrüse, die Brustwarze oder der Warzenhof ganz fehlen. Zum anderen kann das Brustdrüsengewebe überschüssig oder die Anlage der Brustwarze überzählig sein. Brustfehlbildungen können auch Folge von Unfällen, chirurgischen Eingriffen, Erkrankungen im Säuglings- und Kindesalter sowie Tumormanifestationen sein und mit anderen Organfehlbildungen auftreten.

 

Brustfehlbildungen können ein- oder beidseitig vorkommen. Das teilweise oder völlige Fehlen einer Brust ist für die Patientinnen eine große psychosoziale Belastung. Eine Korrekturoperation sollte im Regelfall erst nach Abschluß der Brustentwicklung bzw. bei Volljährigkeit erfolgen. Der Leidensdruck beginnt aber bereits in der Pubertät und kann zu Minderwertigkeitsgefühlen und Partnerschaftsproblemen führen. Es kommt zu einer Einschränkung der Lebensqualität und des Sozialverhaltens. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer chirurgischen Korrektur bei diesen Patienten. In Einzelfällen kann diese je nach Befund und Belastungssituation bereits während der Pubertät durchgeführt werden, um der Patientin eine normale körperliche und gesellschaftliche Entwicklung zu ermöglichen. Bis zur endgültigen Korrektur der Fehlanlage bedarf es dann aber ggf. mehrerer chirurgischen Interventionen. Der Therapieplan ist in Zusammenarbeit mit der Patientin und den Eltern detailliert zu erörtern.

Hier erfahren Sie mehr über den Brustwiederaufbau in MH Hannover (MHH)