Daumensattelgelenksarthrose

Die häufige sog. Rhizarthrose des Daumensattel-gelenkes kommt durch eine Abnutzung des Gelenkknorpels zustande und tritt isoliert an einer Hand, oder an beiden Händen auf. Eine familiäre Disposition wurde beobachtet. Frauen sind öfters betroffen als Männer.

Durch die über verschiedene Stadien fortschreitende Arthrose im Daumensattelgelenk kommt es in der frühen Phase zu einer stark schmerzhaften Bewegungseinschränkung mit einer Morgensteifigkeit, die sich im Lauf des Tages bessert. Bei weiterem Fortschreiten der Erkrankung wird jegliche Daumenbewegung dermaßen schmerzhaft, dass es zu einer gravierenden Funktionseinbuße der Hand kommt. Grund für die Schmerzen ist das aufeinander Reiben zweier Handwurzelknochen (Kahnbein: Os scaphoideum, Vieleckbein: Os trapezium). Durch Verschleiß und/oder Veranlagung verschmälert sich der natürliche Gelenkspalt beider Knochen. Die Diagnose der Erkrankung wird nach einer eingehenden klinischen Untersuchung durch eine Röntgenuntersuchung bestätigt.

Eine konservative Therapie durch Ruhigstellung, gegebenefalls in Kombination mit Injektionsbehandlnjugen,  führt leider nur selten zu einer dauerhaften Besserung der Beschwerden. Daher ist eine operative Therapie oft das einzige Verfahren um die Schmerzen auszuschalten.

Als Standardverfahren wird in unserer Klinik das "Große Vieleckbein" (Os trapezium) entfernt, so dass der geringe Abstand der aufeinander reibenden Knochen aufgehoben wird. Ist das Sattelgelenk durch einen fortgeschrittenen Befund instabil, führen wir eine sogenannte Resektionsarthroplastik nach Epping durch. Hierbei entfernen wir das Trapezium und Stabilisieren das Gelenk durch eine Sehnenplastik (halbierte Sehne  des M. flexor carpi radialis).

In der Regel wird ein kurzer stationärer Aufenthalt notwendig.

Nach der Operation wird der Daumen in einer Gipsschiene für insgesamt 6 Wochen ruhiggestellt. Die anderen Langfinger können in dieser Zeit beübt werden.

Ab der 4. Woche der Daumenruhigstellung kann unter krankengymnastischer Anleitung mit aktiven Bewegungsübungen (z.B. Abspreizen und das Heranführen des Daumens) begonnen werden. Ein kraftvoller und schmerzfreier Einsatz der betroffenen Hand ist erst in 4 – 6 Monaten zu erwarten.