Ganglion (Überbein)

Als Ganglion oder umgangssprachlich Überbein bezeichnet man eine gutartige Geschwulstbildung an der Hand, die entweder von der Gelenkskapsel oder einer Sehnenscheide ausgeht.

Es handelt sich trotz der für den Patienten oftmals hart tastbaren Konsistenz nicht um einen Knochen. Eine echte knöcherne Neubildung wird als Exostose bezeichnet.

Die Ursachen sind vielfältig: Chronische Reizzustände (Gelenke, Sehnenscheiden)  ebenso wie Verletzungen (Riß der Gelenkskapel), können eine Rolle spielen.

Die prallelastische Auftreibung enthält in der Regel einen zähen Schleim und kann zu beträchtlicher  Größe anwachsen und verursacht durch Druck auf benachbarte Strukturen, wie Haut, Nerven, Gefäße oder Sehnen Beschwerden.

Am Finger führt eine Sonderform, die sogenannte Mukoidzyte durch Druck auf das Nagelbett zu Nagelwachstumsstörungn (Riefen).

 

Die Diagnose eines Ganglions kann durch einen erfahrenen Handchirurgen meistens bereits druch eine klinische Untersuchung gestellt werden. Ergänzend werden evtl. Sonographie und Röntgen erforderlich.

Die Behandlung ist in der Regel operativ, wobei das Ganglion mitsamt des oftmals vorhandenen Stiels komplett entfernt werden muß, um ein Wiederauftreten zu verhindern.