Mikrochirurgie

Die Mikrochirurgie der Gefäße und Nerven ist in der plastisch-rekonstruktiven Chirurgie eine enorm wichtige Operationstechnik. Unter einem Spezialmikroskop, dass das Operationsfeld auf das mehr als 40-fache optisch vergrößert, kann der Plastische Chirurg auch feinste anatomische Strukturen wiederherstellen.

Anwendungen bestehen neben der Plastisch-Rekonstruktiven Chirurgie vor allem in der Handchirurgie und Nervenchirurgie.

Es können so Transplantationen von körpereigenem Gewebe in Defektzonen, die durch Unfall oder Tumoroperationen entstanden sind, vorgenommen werden und damit eine weitgehende Wiederherstellung erreicht werden.

 

Typische Beispiele sind:

  • Rekonstruktion oder Verpflanzung von Nerven bei Lähmung des Gesichtes (Fazialisparese), des Armnervengeflechtes (Plexus brachialsi) und anderen Lokalisation (z.B. Unterschenkel)
  • Rekonstruktion oder Verpflanzung von Lympfgefäßen oder Lymphknotenpaketen bei Lymphödem
  • Verpflanzung körpereigenen Gewebes aus der Unterbauchregion zur Wiederherstellung der weiblichen Brust
  • Verpflanzung körpereigenen Gewebes des Stammes zum Unterschenkel oder Arm bei großen Defekten, Unfallfolgen

 

Die mikrochirurgische Expertise muss in jahrelanger Ausbildung erworben werden und erfordert viel Geduld, körperliche Fitness und ständiges Training. Daher werden die Verfahren nur in spezialisierten Kliniken vorgehalten, mit dem Ziel, für die Patientinnen und Patienten die bestmöglichen Erfolgsraten zu erreichen.