Versorgung Schwerbrandverletzter

Verbrennungen zählen zu den schwersten Verletzungen, die einen Menschen treffen können.

Durch die großflächige Hautzerstörung wird zum einen die gesamte biologische Balance des Organismus gestört, zum anderen führen ausgedehnte Narbenbildungen zu sichtbaren Entstellungen.

Daher sollten brandverletzte Patientinnen und Patienten aller Alterstufen für eine optimale Behandlung in einem Zentrum für Brandverletzungen vorgestellt werden. Mit der dort vorhandenen fachärztliche und pflegerischen Expertise hochmoderner Ausstattung, Technik, Intensivmedizin und allen Möglichkeiten zum Hautersatz ist es möglich, die Folgen schwerer Verbrennungen zu mildern und bestmögliche funktionelle und kosmetische Ergebnisse zu erzielen.

 

Indikationen zur Verlegung in ein Brandverletztenzentrum nach den international vereinbarten Kriterien (entsprechend auch den Leitlinien der DGV)

  • Alle Patienten mit Verbrennungen an Gesicht/Hals, Händen, Füßen, Anogenitalregion, Achselhöhlen, Bereichen über großen Gelenken oder an sonstiger komplizierter Lokalisation 
  • Patienten mit >15% zweitgradig verbrannter Körperoberfläche 
  • Patienten mit >10% drittgradig verbrannter Körperoberfläche 
  • Patienten mit mechanischen Begleitverletzungen 
  • Alle Patienten mit Inhalationsschaden
  • Patienten mit Vorerkrankungen oder Alter <8 Jahren oder >60 Jahren
  • Alle Patienten mit elektrischen Verletzungen